Pressemitteilung

Back to the Roots – „Resist to Exist“ vermeidet Polizeigewalt und zieht zurück nach Berlin

Nachdem aufgrund Verzögerungen auf Seiten der Behörden eine Anmeldung des jugendkulturellen Events „Resist to Exist“ als Spezialmarkt unwahrscheinlich scheint und den Veranstalter*innen Informationen vorliegen, dass die zuständigen Sicherheitsbehörden einen massiven Polizeieinsatz gegen das Festival vorbereiten, haben sich die Veranstalter*innen gemeinsam mit ihren Mitstreiter*innen aus Kremmen entschlossen, nach Berlin zurückzukehren und das „Resist to Exist“ im ORWOhaus, dem größten selbstverwalteten Proberaumkomplex Europas, durchzuführen.

Jule Winter, Mitglied der Orga-Crew, dazu: „Nachdem die CDU-Stadtverordneten sich in der letzten Sitzung klar gegen uns positioniert haben, ist es eindeutig: Sie wollen uns in Kremmen nicht haben, obwohl die Mehrheit der Bürger*innen und ihre politische Vertretung hinter uns stehen. Wir sind zutiefst enttäuscht von den handelnden Akteuren, welche jungen Menschen, die ehrenamtlich und selbstorganisiert ein Festival auf die Beine stellen, lediglich aufgrund ihrer politischen Ansichten und ihrer äußeren Erscheinung ausschließen und ihr Engagement zunichte machen wollen.“

Die Veranstalter*innen hatten zunächst überlegt, ein Protestcamp unter dem Motto „Für kulturelle Vielfalt! Gegen Behördenwillkür“ in Kremmen anzumelden. Doch nach Informationen, welche den Veranstalter*innen vorliegen, liegt die Einsatzleitung des geplanten Polizeieinsatzes nicht bei der örtlichen Polizeibehörde, mit welcher das „Resist to Exist“ seit 2016 eine gute Arbeitsbeziehung pflegt.

Jule Winter weiter dazu: „Es wurden bereits Einsatzkräfte aus Berlin angefordert. Wir gehen davon aus, dass die Polizei einen massiven Einsatz unter Anwendung von Gewalt gegen uns und unsere Gäste vorbereitet. Es scheint so, als wolle die CDU die Eskalation. Wir werden dieses Spiel nicht mitspielen. Wir liefern weder unsere Mitarbeiter*innen noch unsere Gäste den Provokationen und der Gewalt der Einsatzhundertschaften aus.“

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Verlegung ins ORWOhaus. Dort sei die nötige Infrastruktur vorhanden. Die Anmeldung einer Oper-Air-Bühne für Konzerte im Freien wird aktuell geprüft. Inwieweit die Veranstalter*innen auch Flächen für die Übernachtung der Gäste bereitstellen können, ist aktuell noch ungewiss.

Peter Meir, Mitglied der Orga-Crew, dazu: „Wir werden trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen unseren Gästen auch Schlafmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen außerdem das alle Gruppen und Organisationen, die in Kremmen einen Stand haben sollten, mit uns umziehen werden. Wir bauen jetzt auf die Solidarität aus der Szene! Wir möchten uns bei der Mehrheit der Kremmener bedanken, die uns in unterschiedlichster Weise unterstützt haben. Wir kommen gerne wieder, wenn uns keine bürokratischen Hürden mehr in den Weg gestellt werden.“

Hier die PDF zur Pressemitteilung

3 Kommentare

  1. Rod

    „Für mich ist es einfach kein Volksfest“, so Busse. Und dann bekommt er noch Zustimmung von der NPD.
    Und berät sich nichtmal mit allen Stadtverordneten.
    Na prima!
    was für eine arme Selbstherrlichkeit.

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  2. Rod

    Boah, ich fasse es nicht!
    Wie kann man denn seinen Unmut direkt in Kremmen zum Ausdruck bringen? Sollte da nicht irgendwas – eine Demo, ein Sit-In oder irgendwas – veranstaltet werden? Vor dem Rathaus oder ähnlich?
    Das kann echt nicht sein! ich bin echt sauer!
    Das ist ein herber Verlust für Kremmen!

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  3. Sebi

    Ich hoffe ihr kommt wieder nach Kremmen zurück. Ihr seid eine Bereicherung.

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